Zwei Tage vorher
Bestätige die Shotliste, die Ankunftszeit, die Kontaktperson und die Bereiche, die gefilmt werden dürfen. Wähl drei prioritäre Produkte oder Leistungen. Ist alles gleich wichtig, verliert der Creator Zeit mit der Frage, was die Geschichte ist.
Informiere alle, die vor der Kamera erscheinen könnten, und hol ihr Einverständnis ein. Bereite saubere Versionen der Produkte, Uniformen, Menüs, Verpackungen oder Werkzeuge vor, die im Bild zählen – die Dinge, die nah an die Linse kommen.
Licht und Ton einrichten
Wähl in deinem Raum den Platz nahe einem Fenster mit weichem Tageslicht; diese eine Entscheidung tut mehr fürs Bild als jeder Filter. Notiere die Tageszeit, zu der dieses Licht am besten ist, und dreh möglichst dann.
Denk auch an den Lärm. Eine Mühle, ein Abzug oder das Brummen eines Kühlschranks überdecken jeden gesprochenen Satz. Vereinbart vorab eine ruhige Ecke und einen Moment, in dem die lautesten Geräte für die paar Sekunden Sprache oder Erzählung pausieren können.
Zehn Minuten vorher
Räum temporäres Durcheinander weg, aber halte den Raum echt. Schalte das übliche Licht ein, wisch spiegelnde Flächen und Glas ab und leg die wichtigen Produkte so hin, dass der Creator sie erreicht, ohne den Aufbau zu zerstören.
Inszeniere nicht den ganzen Raum. Ein vorbereiteter Arbeitsbereich und ein aufgeräumter Hintergrund reichen meist, um schnell zu starten und den Ort echt statt schaufensterperfekt wirken zu lassen.
Während des Drehs
Lass den Creator eine Handlung nach der anderen zu Ende bringen. Bestimm eine einzige Person, die Fragen beantwortet und Fakten prüft. Zu viele Meinungen live bremsen die Arbeit und ziehen die Richtung bei jeder Aufnahme in eine andere Ecke.
Vertrau dem vereinbarten Plan. Detailliertes kreatives Feedback gehört in die Abnahmephase, nicht über die Schulter mitten in der Aufnahme – live umzuschneiden kostet fast immer Zeit und verbessert das Ergebnis selten.
Bevor der Creator geht
Mach eine Zwei-Minuten-Kontrolle: Wurden die drei prioritären Produkte erfasst und die wichtigen Namen, Logos und Schreibweisen korrekt gefilmt? Ein vergessenes Logo jetzt zu korrigieren kostet nichts; es nach dem Schnitt zu entdecken kostet einen zweiten Besuch.
Bestätigt die kleinen Punkte schriftlich, solange sich alle erinnern: welche Dateien du erhältst, wo du sie verwenden darfst und das Lieferdatum. Dann lass den Creator schneiden – eine gute Aufnahme braucht etwas Ruhe, um zu entstehen.