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Wem gehört das Video nach dem Dreh?

Solange nichts anderes schriftlich vereinbart ist, gehört das Video dem Creator. Einen Dreh zu bezahlen kauft dir das Recht, das Material wie vereinbart zu nutzen: Es überträgt nicht automatisch das Urheberrecht. Für die meisten Betriebe macht dieser Unterschied nie Ärger, bis zu dem Tag, an dem du einen Clip als Werbung schalten, ihn einem Franchisepartner geben oder ihn zwei Jahre später noch nutzen willst, während der Creator längst nicht mehr antwortet.

©Notizen aus der Praxis
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Was ist der Unterschied zwischen Eigentum und Nutzungsrecht?

Das Urheberrecht gehört der Person, die das Werk geschaffen hat. Das ist die Grundregel, und sie bleibt es, bis ein Vertrag sie verschiebt. Was du normalerweise kaufst, ist stattdessen eine Lizenz: die Erlaubnis, das Video an genannten Orten für eine genannte Dauer zu nutzen.

Für die meisten Unternehmen reicht eine Lizenz vollkommen, und sie ist günstiger als eine vollständige Übertragung. Es geht nicht darum, um das Eigentum zu kämpfen, sondern darum sicherzustellen, dass die gekaufte Lizenz wirklich abdeckt, was du vorhast.

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Was gehört in die schriftliche Abmachung?

Es braucht kein Rechtsdokument. Ein E-Mail-Wechsel, auf den beide Seiten geantwortet haben, genügt für die meisten lokalen Mandate, sofern er konkret ist. Das Problem ist nicht die Formlosigkeit, sondern die Unschärfe.

  1. Was du erhältst: wie viele Videos, welche Länge, welche Formate
  2. Wo du veröffentlichen darfst: Instagram, TikTok, Website, bezahlte Werbung, Bildschirme im Laden
  3. Wie lange: festes Zeitfenster oder unbefristet
  4. Ob du neu schneiden, untertiteln oder kürzen darfst
  5. Ob der Creator es auch auf dem eigenen Kanal postet
  6. Wer vor der Kamera erscheint und dass diese Person zugestimmt hat
  7. Wie viele Korrekturrunden enthalten sind
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Brauchst du die Zustimmung der gefilmten Personen?

Ja, und das ist der Punkt, den Betriebe vergessen. Dein Team und jeder Gast, dessen Gesicht erkennbar ist, müssen dem Filmen und der Veröffentlichung zugestimmt haben. Wer im Streit kündigt und die Löschung eines Videos verlangt, hat ein berechtigtes Argument, wenn ihn nie jemand gefragt hat.

Halte es einfach. Ein Aushang an der Tür am Drehtag, ein kurzes Wort mit jeder Person im Bild und eine Zeile im Arbeitsvertrag decken fast jede Situation in einem Café oder Salon ab. Bei Kindern holst du die schriftliche Zustimmung der Eltern ein und improvisierst nicht.

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Was, wenn du das Video später als Werbung schalten willst?

Dann brauchst du Werberechte, und die sind getrennt vom organischen Posten. Wenn deine Abmachung nur sagt, das Video dürfe auf deinem Instagram erscheinen, liegt Budget dahinterzulegen ausserhalb dessen, was du gekauft hast.

Der praktische Weg ist, früh und breit zu kaufen: Vereinbare am Drehtag, dass du das Material auf deinen eigenen Kanälen einschliesslich bezahlter Werbung ohne Zeitlimit nutzen darfst. Das kostet am Tag selbst etwas mehr und beseitigt eine ganze Kategorie künftiger Probleme.

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Was, wenn der Creator es auch selbst postet?

Das ist gut, und es ist eine eigene Abmachung. Inhalte, die er für dich produziert, und Inhalte, die er seiner eigenen Community zeigt, sind zwei verschiedene Leistungen, unterschiedlich bepreist, und die zweite bringt eine Kennzeichnungspflicht mit sich.

Halte fest, welches von beiden gemeint ist. Die häufigste Enttäuschung in der lokalen Creator-Arbeit entsteht, wenn ein Betrieb einen Post an die Community erwartet, während der Creator den Auftrag als Dateilieferung verstanden hat.

Wem gehört ein UGC-Video nach dem Dreh?
Das Urheberrecht liegt beim Creator, sofern keine schriftliche Übertragung vereinbart wurde. Ein Unternehmen kauft normalerweise eine Lizenz: die Erlaubnis, das Video an vereinbarten Orten für eine vereinbarte Dauer zu nutzen, was genügt, solange sie alle geplanten Verwendungen abdeckt.
Braucht es einen schriftlichen Vertrag mit einem UGC-Creator?
Es braucht etwas Konkretes in Schriftform, aber keinen förmlichen Vertrag. Ein E-Mail-Wechsel, auf den beide Seiten geantwortet haben, genügt für lokale Mandate, wenn er Leistungen, Kanäle, Dauer und die Frage der bezahlten Werbung benennt.
Darf man ein UGC-Video für bezahlte Werbung nutzen?
Nur wenn die Abmachung es vorsieht. Werberechte sind getrennt vom Recht auf organische Veröffentlichung, weshalb sie am Drehtag vereinbart werden sollten und nicht Monate später, wenn ein Clip zu laufen beginnt.
Müssen Mitarbeitende und Gäste dem Filmen zustimmen?
Ja. Jede erkennbare Person muss dem Dreh und der Veröffentlichung zugestimmt haben. Ein Aushang an der Tür am Drehtag und ein kurzes Wort mit jeder Person im Bild decken die meisten Café- und Salonsituationen ab; bei Kindern braucht es die schriftliche Zustimmung der Eltern.
Wie lange sollte eine Nutzungslizenz gelten?
Entweder ein festes Zeitfenster oder unbefristet, aber es muss festgehalten sein. Eine unbefristete Lizenz für die eigenen Kanäle kostet am Drehtag geringfügig mehr und verhindert, dass das Material ausläuft, während es noch wirkt.
01 / UNTERNEHMEN

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